Auffällig ist bei den Eulenvögeln die große Flügeloberfläche. Diese im Verhältnis zu ihrem relativ geringen Körpergewicht beachtliche Größe, ermöglicht ihnen das Kombinieren des aktiven Fluges mit dem Gleitflug. Hierbei macht sich die Eule die Beschaffenheit ihrer Federn vorteilhaft zunutze. Fast lautlos nähert sie sich schwebend der Beute und kann während des Fluges auch der Umgebung lauschen und Geräusche wahrnehmen.

Die Flügelformen der Greifvögel lassen Rückschlüsse auf ihre Jagdweisen zu, die Flugeigenheiten aufweisen. Der Wanderfalke ist in seiner kompakten Form mit angelegten Flügeln zu rasanten Sturzflügen in der Lage. Der Sperber kann aufgrund seiner stumpfen Flügel und dem langen Schwanz geschickt steuernd und wendig dem Beutevogel ins Dickicht folgen. Genauso schnell jagt im Wald der Habicht, mit ähnlicher Flügel- und Schwanzform. Der Seeadler dagegen ist mit riesigen, breiten Flügeln und kurzem Schwanz ausgestattet, schwebt in der aufsteigenden Luft nach Beute spähend in weiten Kreisen, fliegt dann schnell auf seine Beute zu und packt diese mit festem Griff. Der ähnlich große Steinadler hat eine etwas andere Flügel- und Schwanzform und ist damit auch zu Sturzflügen in der Lage. Die beherrscht auch der Fischadler, der dazu auch noch rüttelnd in der Luft stehen kann.