Pflanzen und Tiere


Christoph Needon
Dr. Johannes Petermann
Peter Scheffel
Bernd Scheiba



Mit 1900 farbigen Illustrationen auf 240 Tafeln

In Unkenntnis der Vogelillustratoren werden hier die Illustratoren des gesamten Buches aufgeführt:
Johannes Breitmeier, Hans-Jürgen Ericht, Irene Hein, Kurt Herschelt †, Elisabeth Illert, Wolfgang Leuck, Michael Lissmann, Gerd Ohnesorge, Ute Pank, Gerhard Raschpichler, Annemierl Riehl, Almke Sickert, Ruth Weber, Renate Welt, Reiner Zieger


Urania-Verlag
Leipzig · Jena · Berlin


Ausführungsvarianten

Die Angaben hier basieren auf der 1. Auflage von 1989

Hier werden die Vögel der Tafeln auf den Seiten 199 – 217 abgebildet und die dazugehörigen Erläuterungstexte aufgeführt.
Die schematischen Zeichnungen werden bei Gelegenheit hier zitiert.


1 Prachttaucher, Gavia arctica, Familie Seetaucher (Gaviidae). Etwa gänsegroß, bis 70 cm. Wie alle Seetaucher guter Schwimmer und Taucher, Füße mit Schwimmhäuten; auf dem Lande sehr unbeholfen. Im Fluge liegt der Rücken am höchsten. Hals lang. Stimme klangvoll, wie »krauh« und »wa-ua«. Selten zu hören. Ernährt sich von verschiedenen Wassertieren (hauptsächliches Fischen). Zugvogel, brütet in Nordeuropa, sehr selten im Gebiet.

2 Haubentaucher, Podiceps cristatus, Familie Lappentaucher (Podicipedidae). Etwa entengroß, 58 cm. Im Gegensatz zu den Seetauchern nur Schwimmlappen an den Zehen. An Kopfputz und Backenbart leicht kenntlich. Stimme im Frühling weit hörbar, wie »gröck-gröck« oder »köck-köck« und knarrend »ärrrr«. Liebt große, freie Wasserflächen. Fast das ganze Jahr kann er auf eisfreien Gewässern angetroffen werden. Die Nahrung besteht aus Fischen, Fröschen, Insekten, Weichtieren usw. Brutzeit: Mai – Juni. Die meisten Tiere ziehen südostwärts, wenige überwintern im Brutgebiet. Abzug ab August.

3 Zwergtaucher, Podiceps ruficollis, Familie Lappentaucher (Podicipedidae). Etwa amselgroß (27 cm) – unser kleinster Taucher. Stimme laut, trillernd wie »bibibibi«. Auf kleinen pflanzenreichen Gewässern; überall, selbst in Großstädten. Häufig, aber wegen seiner versteckten Lebensweise oft übersehen. Brutzeit: April – Juni. Teils im Gebiet überwinternd.

4 Rohrdommel, Botaurus stellaris, Familie Reiher (Ardeidae). Reichlich 0,5 m groß, wirkt sehr gedrungen. Bei Gefahr »Pfahlstellung«, durch die sie im Rohrwald nicht mehr auffällt, zumal ihr Gefieder mit der Umwelt ebenfalls harmoniert. Zur Brutzeit weithin hörbar tiefe Brummtöne wie »ü-prump« (deshalb auch Moorochse). Tagsüber verborgen und kaum zu beobachten, nachts aktiv. Ernährt sich von verschiedenen Kleintieren (Blutegel, Fischen und Fröschen. Brütet (April – Mai) einzeln; flache Nester im Röhricht. Die Mehrzahl zieht im Winter nach Süden. Bestandsgefährdet.

5 Graureiher, Ardea cinerea, Familie Reiher (Ardeidae). Insgesamt 90 cm lang. Ruft wie »grack« und kreischend »kraik«. Hals im Fluge S-förmig. Bevorzugt seichte Gewässer des Flachlandes. Im Gebiet in letzter Zeit sehr zurückgegangen. Erlangt seine Beute (Fische, Frösche usw.) durch blitzschnelles Zuschnappen aus dem Stand oder aus einem geradezu behutsamen Gang. Brütet (meist März – April) gern in der Nähe von Gewässern in hohen Bäumen – Kolonien. Die Mehrzahl zieht in die Mittelmeerländer.

6 Weißstorch, Ciconia ciconia, Familie Störche (Ciconiidae). Um 100 cm groß. Im Fluge Hals und Beine langgestreckt (siehe aber Reiher). Bevorzugt offenes Gelände. Ernährt sich von Wirbeltieren (Fröschen, Schlangen usw.) und verschiedenen Kleintieren. Brutzeit: April – Mai; Nester groß, auf Bäumen, Felsen, Türmen und anderen Gebäuden, Überwintert in Afrika. Bestandsgefährdet, Vom Aussterben bedroht ist der Schwarzstorch (Ciconia nigra).

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